Das Motto der Europäischen Woche der Abfallvermeidung (EWAV) lautet in diesem Jahr „Reparieren statt Wegwerfen: Elektroschrott vermeiden!“, denn Elektro- und Elektronik-Altgeräte gehören zu den am schnellsten wachsenden Abfallströmen.
Anlässlich des Starts des Frankfurter Programms rund um die Europäische Woche der Abfallvermeidung, die in Frankfurt am Main über den ganzen November Angebote und Mitmachaktionen bietet, würdigte auch die Stadtpolitik so viel Engagement: „Wir müssen nicht nur wieder lernen, Dinge zu reparieren – wir müssen auch begreifen, dass sie reparierbar sind. Gerade bei Elektrogeräten geht so viel zu schnell verloren, was eigentlich ein zweites Leben haben könnte. Und wenn eine Reparatur nicht möglich ist, dann sollten zumindest die wertvollen Rohstoffe zurückgewonnen und in den Kreislauf zurückgeführt werden. Wir dürfen nicht länger so tun, als stünden uns unendliche Ressourcen zur Verfügung. Die vielen kreativen Mitmachangebote zeigen, dass Umdenken und Nachhaltigkeit Spaß machen können – ganz ohne erhobenen Zeigefinger“, sagte die Frankfurter Umweltdezernentin Tina Zapf-Rodríguez.
Start der Europäischen Woche der Abfallvermeidung in Frankfurt im Recyclingzentrum der GWR
Zahlreiche Netzwerkpartner*innen von „Frankfurt kann abfallfrei“ starteten die gemeinsame Kampagne beim Sozialunternehmen GWR gemeinnützige Gesellschaft für Wiederverwertung und Recycling mbH mit einer Ausstellung ihrer jeweiligen Arbeit. Die GWR ist ein gemeinnütziges Unternehmen, in dem erwerbslose Menschen durch praxisnahe und bedarfsorientierte Beschäftigung und Qualifizierung Zugang zum Arbeitsmarkt erhalten. Zudem werden dort nicht mehr funktionsfähige Geräte repariert und günstig im Secondhand Warenhaus Neufundland verkauft. GWR-Geschäftsführer Gregor Langweg sagte: „Viel zu oft wird leichtfertig entsorgt, was oft genug mit kleinem Aufwand wieder repariert werden kann. Es macht mich stolz, dass wir bei der GWR die Nutzungsdauer von Geräten verlängern, Ressourcen schonen und die reparierten Geräte für einen günstigen Preis im Neufundland zum Wiederverkauf anbieten können.“
Ein buntes Programm macht Lust auf Abfallvermeidung: für alle etwas dabei!
Das Netzwerk „Frankfurt kann abfallfrei“ organisiert seit vielen Jahren die vielfältigen Angebote rund um die EWAV in Frankfurt. Aktuell gehören 27 engagierte Menschen, Initiativen, Vereine, städtische Ämter, Bildungseinrichtungen und Unternehmen zu dem Netzwerk; koordiniert wird es durch die FES. Das diesjährige Programm unter frankfurt-kann-abfallfrei.de liest sich wie ein gutes Buch:
- Upcycling-Workshop & verkaufsoffener Samstag am Nikolaustag,
- aus alten Tassen künstlerische Weihnachtsgeschenke upcyceln,
- Gewinnspiele wie der Stoffwindelzuschuss oder das Müll-Trenn-Spiel „Waste-Bewerb“ mit tollen Preisen,
- Stadtnaturgänge und Initiativen wie die Food-Kooperative Klaa Karott,
- Heddernheimer Reparaturcafé und Mitmach-Labor für Familien – es ist für alle etwas dabei und jede*r kann mitmachen.
Wer schon immer mal wissen wollte, was im eigenen Smartphone steckt, kann das beim Workshop „Smartphones unter die Lupe nehmen!“ erfahren. Gemeinsam schauen sich die Teilnehmenden an, was es mit einem Smartphone so auf sich hat. Welche Materialien stecken drin? Wo kommen diese her? Was passiert mit dem alten Smartphone? Und ist ein Smartphone eigentlich gut für den Menschen?
Neben den punktuellen Aktionen gilt es auch, Services wie den Secondhand-Shop „reYOUrs“ kennenzulernen, der noch werthaltige Gegenstände aus dem Sperrmüll wieder dem Kreislauf zuführt (gemeinsames Projekt von GWR und FES Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH).
Weitere Informationen des EWAV-Programms in Frankfurt finden sich unter frankfurt-kann-abfallfrei.de.
Netzwerkpartner*innen von „Frankfurt kann abfallfrei“
- Billabong, das Familienzentrum und Mehrgenerationshaus Riedberg
- BUNDjugend Hessen
- Die Auffüllerei – Unverpacktladen Bornheim
- ever & again
- FES GmbH
- Food Coop Klaa Karott
- Verein Foodsharing Frankfurt am Main
- Frankfurter Verband, Begegnungs- und Servicezentrum Heddernheim
- Greenpeace Frankfurt
- ikonomo
- Kaleidoskop
- Verein Kinder im Zentrum Gallus / Mehrgenerationenhaus
- Klimawerkstatt Frankfurt
- Lust auf besser Leben gGmbH
- Naturfreunde Frankfurt
- Neufundland, ein Unternehmen der GWR
- „Plastik sparen“ – Private Initiative zur Vermeidung von Plastik im Alltag
- Samt & Sonders XXL / Secondhand-Markt der Diakonie Frankfurt und Offenbach
- Stabsstelle Sauberes Frankfurt Projekt #cleanffm
- Stadtbücherei Frankfurt am Main Zentrale Bibliothek
- Talley Hoban, Schnippelbotschafterin
- Tarahumara Fans
- Verein Umwelt-Exploratorium
- Verein Umweltlernen in Frankfurt
- Verbraucherzentrale Hessen
- Windelfrei
- Umweltamt der Stadt Frankfurt am Main
Das Netzwerk „Frankfurt kann abfallfrei“ ist eine 2017 gegründete Initiative zur Förderung von Abfallvermeidung und Ressourcenschonung in Frankfurt am Main. Seine Mission: einen abfallreduzierten Lebensstil zu fördern und praktische Wege aus der Wegwerfgesellschaft aufzuzeigen.













