Eine junge Frau stöbert bei einer Tauschparty in einer großen Auswahl an Kleidung.

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Tauschpartys: Ein großer Spaß mit Sinn

Sie liegen gerade sehr im Trend und sorgen für ein ganz anderes, nachhaltiges Shopping-Erlebnis: Tauschpartys für Kleidung, die ohne Geld die Besitzer*innen wechselt. Als Gegenbewegung zu Fast Fashion und Überkonsum zeigen sie, dass sich Freude an Mode und ein bewusster Umgang mit Ressourcen nicht ausschließen müssen.

Das Prinzip ist sehr einfach und schnell zu verstehen: Wer teilnehmen möchte, bringt ein paar saubere, gut erhaltene Kleidungsstücke, Schuhe oder andere Gegenstände (oft Elektrogeräte oder Haushaltsartikel) mit zur Party. In der Regel ist die Menge auf drei bis zehn Teile pro Person limitiert, damit sich alles schön präsentieren lässt und nicht einfach nur Berge von Säcken abgegeben werden. Dann beginnt der Tausch: Stöbern, entdecken und stolz nach Hause tragen ist das Ziel. Teilnehmende schätzen dabei vor allem die entspannte Atmosphäre. Wie auf dem Flohmarkt oder im Secondhand-Laden ist schon der Weg das Ziel: Alle hoffen auf etwas Glück, ohne etwas Bestimmtes zu suchen. Und allein das macht bereits Spaß. Anders als auf Flohmärkten braucht man dabei keinerlei Verhandlungsgeschick – niemand feilscht, was passt und gefällt, kann einfach mitgenommen werden.

Längere Nutzungsdauer, kleinerer ökologischer Fußabdruck

So fröhlich die Veranstaltungen auch ablaufen, so ernst ist doch der Hintergrund. Die Europäische Umweltagentur spricht von 16 Kilogramm Textilabfällen pro Kopf und Jahr. Lieferketten für den europäischen Textilkonsum verursachten im Jahr 2022 schätzungsweise 159 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente, entsprechend etwa 355 Kilogramm pro Person. Hoher Wasserverbrauch in der Produktion, Chemikalien, Mikroplastikverschmutzung der Meere – all das sind Aspekte der Textilproduktion. Modellrechnungen zufolge kann eine um neun Monate längere Nutzung den Wasser-, Klima- und Abfallfußabdruck von Kleidung um ungefähr ein Fünftel reduzieren. Immerhin. Kleidertausch kann hier ein Zeichen setzen und im Sinne von Zero Waste mehr Bewusstsein schaffen – als eine besonders schöne Variante von Wiederverwendung und Secondhand.

Tauschpartys in Frankfurt am Main: Es geht wieder los!

Nach dem großen Erfolg der ersten Tauschparty von FES im vergangenen Sommer startet jetzt eine weitere Veranstaltung im Herzen der Stadt. Veranstalterin FES, die Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH, lädt bei der reYOUrs-Tauschaktion an der "Insel für Klima und Nachhaltigkeit" (FES-Servicecenter) direkt an der Hauptwache zum Entdecken und Tauschen ein. Dieses Mal geht es nur um Kleidungsstücke. Stellen Sie Ihre sauberen, gut erhaltenen Fehlkäufe und Ihre nicht mehr benötigten Klamotten einfach zum Tausch zur Verfügung! Am 25.07.2026 von 11.00 – 15.00 Uhr, Zeil 129, 60313 Frankfurt am Main. Übrigens – nichts wird weggeworfen: Was übrigbleibt, wird an das Secondhand-Kaufhaus Neufundland gespendet. Die gemeinnützige Organisation sorgt dafür, dass die Kleidungsstücke weiterverwendet werden.

Sie sind sowieso gerade in der Laune, Ihrem Kleiderschrank etwas Luft zu verschaffen? Unsere Checklisten zum Aufräumen und Ausmisten helfen bestimmt dabei!

Und wenn Sie mehr über Sustainable Fashion wissen möchten, empfehlen wir Ihnen unseren Beitrag zur Mode der Zukunft und weitere interessante Artikel zum Thema Mode (zum Beispiel aus unserer Serie "Was ist nachhaltiger?").

„Kleidertausch kann ein Zeichen setzen und im Sinne von Zero Waste mehr Bewusstsein schaffen – als eine besonders schöne Variante von Wiederverwendung und Secondhand.“
Erstellt von
Heidi Schmitt
Heidi Schmitt
Egal, ob mit ihrem italienischen Hund Panini oder als leidenschaftliche Läuferin: Heidi ist fast immer zu Fuß unterwegs. Die wilde Vermüllung von Grünflächen in ihrer Wahlheimat Frankfurt macht ihr dabei sehr zu schaffen. Mit alltäglichen Clean-up-Aktionen und der Tastatur hält die Bloggerin und Autorin dagegen. Ihr besonderes Interesse gilt außerdem innovativen Recyclingmethoden und verstecktem Elektroschrott in Dingen des Alltags.
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